Nach eineinhalb Stunden Wartezeit entschied der Oberschiedsrichter, die offenen Partien sowie die Doppel in der Halle zu Ende zu spielen. Ab diesem Zeitpunkt kam plötzlich allgemeine Hektik bis Panik auf. Der Heimverein bestand darauf, dass nur mit Hallentennisschuhen mit glatter Sohle gespielt werden darf. Alle Lauffener sowie einige Waiblinger hatten natürlich solche Schuhe nicht dabei. Selbst ein bis auf die Einlage abgespieltes, sauberes Paar wurde nicht genehmigt, da es ursprünglich nur für den Sandplatz gedacht war. Somit traten Christian auf Socken und Oliver barfuß an.
Jetzt war Christians Aufschlagstärke entscheidend, denn ohne Schuhe spielt es sich auf Teppich wie auf Glatteis. Laufintensive Ballwechsel sind fast nicht zu gewinnen. Am Ende genügten neun starke erste Aufschläge, um die nötigen zwei Spiele zum 6:4, 6:4 und damit den fünften Punkt zu machen.
Zu den Doppeln waren, unter anderem Dank des Lieferservices durch Rolf Heinz, der Hallenschuhe nach Waiblingen brachte, alle Spieler mit Schuhen glatter Sohle versorgt. Am Ende des langen und turbulenten Tennistages hieß es dann 7:2 für Lauffen.
Zweiter Sieg der Herren 1: Jiri Vesely macht den Unterschied
Nach den beiden unglücklichen Niederlagen in Folge wollten die Herren 1 mit ihrem Spitzenspieler Jiri Vesely im wichtigen Auswärtsspiel gegen Waiblingen den zweiten Sieg einfahren. Und zunächst lief auch alles nach Plan: Jiri gewann glatt in zwei Sätzen, Marc, Elmar und Stefan siegten alle im Matchtiebreak. Damit stand es schon 4:0. Christian Hirschmüller war mit 6:4 und 4:3 auf der Siegerstraße, als der große Regen kam, der die Tennisanlage in Waiblingen in eine Seenlandschaft verwandelte.