Damen sind Württ. Vizemeister: Sie unterliegen im Endspiel dem TC Weissenhof mit 5:2

Spannend war es auf dem Weissenhof. Nicht beim ATP-Turnier sondern beim Endspiel um die Württembergische Meisterschaft der Damen. Wie vor vierzehn Tagen schon in Lauffen, bahnte sich ein ähnlicher Spielverlauf bei den Einzeln an. Katharina Trumpf auf Position 6 holte für Lauffen den ersten Einzelpunkt. Mit ihrem soliden Spiel behielt sie ihre weiße Weste und gewann alle Einzelpunkte in dieser Saison.

Spannend wurde es bei Jasmin Kling. Im Gegensatz zum Vorspiel konnte sie gegen Tanja Ostertag (Pos. 32 der deutschen Damenrangliste) besser mithalten und den ersten Satz ausgeglichen gestalten. Aufgrund der sicheren Aufschläge gewann Ostertag mit 7:6 und 6:3. Bonnie Becker setzte sich nach schwachem Beginn im zweiten Satz durch und rettete sich in den Matchtiebreak, den sie mit 10:7 gegen Anna-Benita Fuchs gewann.

Die Hoffnungen lagen nun bei Laura Andrei und Ramona Ghermani. Andrei verlor trotz mehrerer Breakmöglichkeiten im ersten Satz gegen Steffi Bachhofer (Pos. 28 der deutschen Rangliste) und hatte im zweiten Satz nicht die Möglichkeiten gegen die aggressive Bachofer, dem Spiel eine Wende zu geben. Sarah Seiderer bot gegen Franziska Götz eine gute Leistung. Letztendlich setzte sich aber die routinierte und vier Jahre ältere Götz in zwei Sätzen durch.

Bis jezt war es ein identisches Ergebnis wie im letzten Aufeinandertreffen. Leider fand Ramona Ghermani gegen Elisaveta Bär nicht so gut ins Spiel und verlor den ersten Satz. Ein sicherer Sieg im zweiten Durchgang machte Hoffnung auf den Matchtiebreak. Hier hatte Bär mit Unterstützung der Zuschauer aber deutliche Vorteile und gewann.

Jetzt fehlte dem letztjährigen Regionalligisten nur noch ein Sieg aus den Doppeln zur Meisterschaft. Diesen Punkt sicherten Ostertag/Bär gegen Kling/Trumpf im dritten Doppel. Die anderen Doppel wurden abgebrochen und der TC Weissenhof nahm aus den Händen von WTB Vertreter Peter Hagedorn den Meisterwimpel in Empfang.

Dem Endspiel vorausgegangen war am Samstag ein Derbysieg von Lauffen in Schwäbisch Hall. Schwäbisch Hall war als Gruppensieger fürs Halbfinale qualifiziert und repräsentierte sich als Vertreter des Bezirk 1 ebenfalls als Aushängeschild auf Verbandsebene vortrefflich. Für Lauffen waren in den Einzeln Jasmin Kling gegen Lisa Hägele, Bonnie Becker gegen Anja Hornberger, Ramona Ghermani gegen Cindy Munz und Katharina Trumpf gegen Katja Knoth erfolgreich. Den noch notwendigen Punkt aus den Doppeln sicherten zeitgleich Andrei/Kling gegen Cervanova/Hornberger und Ghermani/Trumpf gegen Munz/Knoth.

"Trotz der Enttäuschung nach dieser Endspielniederlage können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen und die erste Saison in der Württembergliga als großen Erfolg für den TC Lauffen verbuchen", meinte der Trainer des Jahres 2009, Hansi Hochmuth, kurz nach dem Spiel. Dieser Meinung war auch Peter Hagedorn vom WTB, der die Leistung des Lauffener Tennisclubs ebenfalls würdigte und betonte, dass dort auf breiter Ebene ein sehr guter Job gemacht wird.

Stehend v.l.: Sarah Seiderer, Ramona Ghermani, Katharina Trumpf, Leila Heinz, Claudia Hopp
Vorne v.l.: Jasmin Kling, Bonnie Becker, Laura-Ioana Andrei