Perfekter Saisonstart für die Lauffener Damen: Sie gewinnen beim TC Doggenburg mit 6:3

Vorteil Lauffen - Fast Vorteil Doggenburg - Vorteil Lauffen. So könnte man den Spielverlauf zwischen Lauffen und dem Aufsteiger aus Stuttgarts Norden treffend beschreiben. In der ersten Runde spielte Rosalie Willig gegen die Linkshänderin Jakobea Junger auf Position 2. Willig zwang mit ihren druckvollen Schlägen die Gegnerin immer wieder in die Defensive und verwertete dann die zu kurzen, meist mit Slice gespielten Bälle recht sicher.

Ebenso sicher gewann Leila Heinz auf Position 6 gegen Nadine Kalweit. Heinz spielte sehr geduldig, wartete immer auf die sich bietenden Chancen und hatte auch immer eine gute Antwort auf die unterschnittenen Bälle der Doggenburger Spielerin. Cinta Papke, vor kurzem aus den USA zurückgekehrt, hatte es schwer gegen Michaela Vogel (1988), übrigens mehrmalige Württembergische und Bayrische Jugendmeisterin. Den ersten Satz konnte sie noch ausgeglichen gestalten, verlor aber im Tiebreak. Im zweiten Satz, erhöhte sich die Fehlerzahl deutlich, was sich auch im Ergebnis (0:6) ausdrückte.

2:1 die Zwischenbilanz aus Lauffener Sicht. Warum die zweite Runde „fast zum Vorteil“ für Doggenburg ausging lässt sich leicht an den drei Matchtiebreaks erklären, die Hochspannung in die Partie brachten. Das Spitzenspiel zwischen Matea Mezak (ehemalige Nummer 2 der Jugendweltrangliste) gegen die für Lauffen spielende  Zuzana Ondraskova (ehemals 74 der Weltrangliste) lockte zahlreiche Zuschauer an, die für ihr kommen mit zahlreichen sehenswerten Ballwechseln belohnt wurden. Ondraskova hatte Mitte des ersten Satzes ihre beste Phase und schaffte das Break zum Satzgewinn (6:4). Mezak konnte dann im zweiten Satz ihrer Gegnerin gleich den Aufschlag abnehmen und gewann diesen Satz ebenfalls mit 6:4. Matchtiebreak.

Fast zeitgleich wurde auf den anderen Plätzen das Spiel so entschieden. Für viele überraschend, dass Adriana Barna (Lauffen) gegen Hanna Seizer in den dritten Satz musste und diesen auch mit 10:6 verlor. „Mir fehlt als Trainerin einfach die Matchpraxis“ war ihr Fazit nach der Niederlage. Verena Jöchle machte es ebenfalls spannend. Nach einem verlorenen ersten Satz (4:6) drehte die Kämpferin den Spieß um (6:4). „Der Matchtiebreak ist für viele ein Lotteriespiel,“ meinte Lauffens Mannschaftsführer Rolf Heinz. Das Straucheln des Favoriten lag also in der Luft. Aber Ondraskova (10:2) und Jöchle  starteten gut in den Entscheidungssatz und gewannen ihre Partie. Bei Jöchle wurde es nach einer sicheren 9:6 Führung nochmals eng, aber am Ende stand es 11:9.

Statt einem möglichen 2:4 stand es gerade anders herum. Die Geschichte der Doppel ist schnell erzählt. Sensationell spielten Barna/Papke und Jöchle/Heinz. Nicht so gut lief es bei Ondraskova/Willig, die sich im Matchtiebreak geschlagen geben mussten.


Ergebnisse:
Mezak - Ondraskova 4:6, 6:4, 2:10

Junger - Willig 5:7, 3:6

Seizer - Barna 6:2, 1:6, 10:6

Vogel - Papke 7:6, 6:0

Vuzem - Jöchle 6:4, 4:6, 9:11

Kalweit - Heinz 3:6, 2:6 

Mezak/Seizer - Ondraskova/Willig 7:5, 2:6, 10:7

Junger/Vuzem - Barna/Papke 1:6, 4:6

Vogel/Kalweit - Jöchle/Heinz 1:6, 3:6

Vorschau:

Am Sonntag spielt Lauffen zu Hause gegen Waiblingen. Waiblingen verlor am Sonntag gegen Reutlingen und steht schon unter Zugzwang.
Mit einem Sieg könnte sich Lauffen an der Spitze festsetzen.